Flossing

CE10.Physiotherapie in Moers


 

Flossing

Eine recht neue Behandlungsmethode in der Therapie ist das Flossing. Es ist eine recht unangenehme, aber sehr wirkungsvolle Behandlungsmethode aus der Sportphysiotherapie. Bei der Behandlung wird ein elastisches Band mit viel Zug um eine Extremität gewickelt. Dabei wird das Gewebe für ca. 2 Minuten durch das Band komprimiert und die Strukturen in der Zeit passiv, assistiv und aktiv angesteuert. Sobald das Band dann gelöst wird, ist eine verbesserte Beweglichkeit und eine Schmerzlinderung zu spüren.

Flossing hat 3 Wirkmechanismen die auf den Körper wirken:

1.Schwammeffekt
Durch die mit 50-90% Zug angelegte Umwicklung, wird das Gewebe wie ein Schwamm ausgedrückt. Wird das Band gelöst, schießt die Flüssigkeit in das Gewebe. Das behandelte Areal hat daher eine bessere Nährstoffbilanz und verfügt über eine schnellere Regeneration und Heilung.

2.Gate-Control-Theorie
Die Signale der Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren) und der drucksensitiven Mechanorezeptoren werden über den gleichen Nerv geleitet. Dieser Nerv kann aber nicht zwischen den beiden Empfindungen unterscheiden – es wird nach der Gate-Control-Theorie nur der stärke Druckreiz weitergeleitet bzw. im Gehirn verarbeitet. Somit können durch die Behandlung mit dem Flossband sonst schmerzhaft eingeschränkte Strukturen bestmöglich mobilisiert werden.

3.KineticResolve
Bewegungseinschränkungen von Gelenken werden minimiert durch das Lösen von Verklebungen. Durch Flossing werden Gewebsschichten gegeneinander mobilisiert, sodass so genannte Crosslinks gelöst werden.

Für weitere Informationen steht Ihnen das CE10.Team gerne zur Verfügung.

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